Am 23. September 2011 trafen sich zwölf Luftfahrtenthusiasten des AFM vormittags am Parkplatz beim Michaelibad um mit zwei
VW-Bussen nach Mailand Malpensa zu fahren.


Guido Allieri hatte wieder zu den „Mailand Clipper Days“ über das Wochenende eingeladen und Werner Mokwa hatte sich bereiterklärt, dieses Event für interessierte AFM-Mitglieder zu organisieren. Dies bedeutet, zwei Tage auf dem Vorfeld bzw. an den Taxiways von MXP, alle Flugzeuge mit relativ geringer Brennweite zu erlegen, die von außen nur unter erschwerten Bedingungen zu fotografieren sind.

Gut gelaunt und mit Getränken und Brotzeit versorgt, machten wir uns auf den Weg nach MXP. Rainer und Werner, unsere erprobten Chauffeure, fuhren uns sicher über Lindau, die Schweiz - den San Bernardino -, vorbei am Luganer- und Comersee, nach Malpensa. Leider wurde es sehr diesig, nachdem wir den Alpenhauptkamm durchquerten und den San Bernardinopass auf der Alpensüdseite hinabfuhren. Es sollte in Malpensa  für die nächsten zwei Tage auch so bleiben. Nach sechs Stunden Fahrt erreichten wir unser Hotel Holiday Inn Express in MXP, das zwischen Terminal 1 und 2 liegt.


Schönes Bergpanorama, wie aus dem Reisekatalog.


Oh je, da hinten wird es diesig.

 

Boxenstop

 

Nur die anderen nicht verlieren...


Das ist ja noch teurer als bei uns...


Da es noch früh am Nachmittag war, fuhren wir weiter in den Anflug. In Betrieb war die 18R. Dies bedeutet: lange Brennweiten und eine schnelle Reaktion, da die Flugzeuge durch das rechter Hand gelegene Waldgebiet im Anflug erst spät zu fotografieren sind. Es gelang uns trotzdem die ein oder andere gute Anflug-aufnahme.


Zu Abend speisten wir, wie auch am darauffolgenden Tag, in der in der Nähe unseres Hotels gelegen Trattoria. Das Lokal hatte Oktoberfestwochen und wir tranken „stilgerecht“ zu Pizza und Antipasti Franziskaner Oktoberfestbier, serviert im 1,5 Liter Glaskrug für drei Personen. In der Nacht stießen sechs weitere AFMler, die per Flugzeug angereist waren und ihre positive bzw. negative Erfahrung mit dem zu dieser Zeit letzten Hotelshuttlebus gemacht hatten, zur Gruppe.

Am nächsten Morgen traf man sich mit dem Veranstalter Guido Allieri um 9.30 Uhr in Terminal 1 um mit ca. 80 weiteren Spottern aus ganz Europa nach der Sicherheitskontrolle per Bus zunächst zur Enteisungsfläche der 18L zu gelangen. Hier konnte man alle Maschinen fotografieren die zur Runway rollten. Um die Mittagszeit machte uns für ca. 90 Minuten die berühmte „Platzwolke“ zu schaffen. Sie wuchs aus einem kleinen Wölkchen genau vor der Sonne an und schien wie festgewachsen. In dieser Zeit konnte mancher Flieger nicht zur vollsten Zufriedenheit abgelichtet werden. Gegen 14.00 Uhr wechselten wir dann auf eine Abstellposition die nahe dem Aufsetzpunkt der  18L  gelegen war, über die jetzt der Approach abgewickelt wurde, um Anflugaufnahmen zu machen. Später erfolgte noch einmal ein Wechsel auf eine vor dem Tower gelegene Abstellposition. Von hier konnte man alle Maschinen die zum Start oder zur Fracht rollten fotografieren; es war sogar möglich, Landungen auf der 18L zu knipsen. Der erste Tag endete um 17.30 Uhr mit zufriedenen Gesichtern über so manche gelungene Aufnahme.

Am Sonntag fuhren wir nach dem bereits bekannten Prozedere an eine für uns neue Fotoposition. Die 18L war Anflugbahn und über die 18R wurden die Starts abgewickelt. Wir bezogen Position am zwischen 18L und 18R gelegen  Taxiway. Hier konnte man am zunächst parallel zur 18L verlaufenden und dann zur 18R  schwenkenden Taxiway  gute Aufnahmen machen. Gegen 15.00 Uhr erfolgte wieder der Wechsel auf eine vor dem Tower gelegene Position. Diesmal hatten wir wolkenlosen Himmel, aber, wie schon eingangs erwähnt, leider immer im Hintergrund Dunst. Um 17.00 Uhr endete leider auch dieser Tag auf der Rampe,  der für alle zur vollsten Zufriedenheit  verlief.

Wir AFMler trennten uns dann wieder. Die einen gingen zum Check-In für den Rückflug und die anderen zwölf traten nach einer Stärkung bei einer bekannten Fastfoodkette „Mc“ in den zwei VW-Bussen die sechsstündige Heimreise an. Gegen Mitternacht erreichten wir nach einem Tankstop in Bregenz und einer störungsfreien Fahrt den Parkplatz am Michaelibad.

 

Nun möchten wir Euch aber unsere Bilder von den beiden Tagen zeigen:

Passagierverkehr

Hier konnten wir während der beiden Tage einige schöne Maschinen digital und analog verewigen.





 

Frachtverkehr

Auch wenn der Frachtverkehr während unserer Tour doch eher überschaubar war, konnten wir zumindest einige Flugzeuge digital verewigen. Der Platzhirsch Cargoitalia war leider nicht vor Ort und so mussten wir uns mit den, leider überwiegend in dezentem Weiß gehaltenen, Frachtern begnügen.



Lufthansa Italia

Wie bereits im Mai in der Presse verkündet, wird Lufthansa ihr Italiengeschäft ab Oktober 2011 neu ordnen. Die Marke Lufthansa Italia wird nicht weitergeführt und die A319 innerhalb des Konzerns weiter eingesetzt. Während unserer Vorfeldtour konnten wir am ersten Tag auch nur noch wenige Flüge feststellen. Die ehemaligen Lufthansa A319 D-AILF, LH und LI waren bereits nicht mehr in Mailand vor Ort. Am zweiten Tag unserer Tour zeigten sich dann aber innerhalb kurzer Zeit alle fünf verbliebenen Maschinen und konnten von uns als Erinnerung mit der Kamera eingefangen werden.


 

Text: Werner Mokwa und Klaus Ecker

Bilder: André Dietzel, Philipp Schütz, Werner Mokwa und Klaus Ecker