A fesch‘s Madl mit’m ordentliche Balkon, a rösches Hendl und a süffige Mass Bier – ganz klar, die Oktoberfestzeit hat begonnen. Moment: Eines hab ich noch vergessen – a bisserl Metall darf natürlich auch nicht fehlen, zumindest nicht beim Oktoberfest des Jagdbombergeschwader 32 (JaboG) in Lagerlechfeld. Am Donnerstag, den 20. September 2012 war es nämlich wieder einmal so weit. Das Geschwader hat wie jedes Jahr zum traditionellen Oktoberfest auf den Fliegerhorst geladen. Nur eines war anders als all die Jahre zuvor.

Heuer war es „The last Call“. Mit der Auflösung des Geschwaders am 31.03.2013 wird damit in Lagerlechfeld unwiderruflich eine über 50jährige Geschichte der Militärfliegerei zu Grabe getragen und somit auch die legendären Oktoberfeste passé sein. Um es noch einmal richtig krachen zu lassen, war also ordentlich Metall einbestellt und angekündigt worden, getreu dem Motto „Gimme fuel, Gimme fire, Gimme that which I desire … .“ Kurzfristig musste zwar das Mini-Tigermeet mangels Teilnehmer  abgesagt werden, dennoch konnten die angereisten Spotter voll auf ihre Kosten kommen. So auch eine kleine Auswahl von AFM-Mitgliedern.

 

Dank geht zugleich an dieser Stelle an das Geschwader mit OStFw Keune und seinem Team, die wieder einmal an die unzähligen Spotter gedacht und zum Fototag geladen hat.

Hier einige Informationen zum Ablauf des Fototages:

- Eintreffen bis spätestens 08:00 Uhr in der Schwabstadlkaserne

- anschließend Fahrt mit Bussen zum Fliegerhorst Lechfeld

- Möglichkeit bis 13:00 Uhr zu fotografieren

- danach Rückfahrt zu den Parkplätzen

- Ende des Fototages - ab 14:00 Uhr Einlass zum Oktoberfest

 

Los ging es um 9.00 Uhr mit dem Flugbetrieb, nachdem die Feuerwehr ihre Stellungen eingenommen hatten. Insgesamt starteten bis ca. 10 Uhr sechs Lechfelder Tornados, darunter ein Doppelstart der 46+48 und der 46+23.

 

 

Der Tiger zeigt seine Krallen - eines der Highlights war neben dem aktuellen Arctic Tiger des AKG 51, die legendäre 46+33 der 321 Tigers.

 

Fotos konnten gemacht werden beim Start im Norden des Fliegerhorstes und beim Rotieren der Jets in etwa der Mitte der Runway. Entsprechend dazu konnte dann die Landephase ebenso im abgesperrten Bereich fotografiert werden. Dazu war nach den Starts ein Shuttlebus eingerichtet, der hin- und her pendelte.

 

Während den Flugpausen gab es genügend Zeit, sich ein bisschen umzusehen und die Augen kreisen zu lassen. Huch, wer lugt den da zwischen den Bäumen hervor? Ist das nicht „Tweety“? Sachdienliche Hinweise auf den weiteren Einsatz des Vogels werden gerne entgegen genommen.

 

 

Um 14.00 Uhr ging es dann mit eigentlichen Oktoberfest weiter. Da der Himmel schon eine bedenkliche Wolkenschicht aufzeigte, ging es zunächst zum Display: Schön aufgereiht, mit dem gehörigen Abstand zwischen den Flugzeugen für die Fotografen, standen die Jets auf dem Highspeedtaxiway.

 

Der Andrang schien rekordverdächtig: Schon am Nachmittag drängten die Autokolonnen, Radfahrergruppen und Fußgänger auf das Gelände des Fliegerhorsts. Weit vor die Festhalle hinaus standen Menschenschlangen für Essensbons an.


 

Bilder und Text: Timo Harsch