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Wenn man im Internet die Bilderdatenbanken betrachtet, fällt auf, dass es immer mehr gute Aufnahmen vom Atatürk Airport
in Istanbul gibt. Als Fotopunkt wurde immer wieder die FlyInn Mall genannt. So reifte bei Ralf, Werner und mir der Entschluss,

es doch einmal auszuprobieren. Auch die Infos vom "Spotterpapst Nord", Reiner Geerdts, bestärkten uns bei diesem Vorhaben.

Der Flug wurde bei Turkish Airlines gebucht, da der TK-Nightstopper die optimalen Zeitfenster dafür bietet. Und wir bereuten es
nicht. Beim
Service könnte sich hier unser Platzhirsch LH eine Scheibe abschneiden.

 

Ralf buchte für uns das Airport Inn Hotel http://www.airportinnhotel.com/yesilkoy-hotel/index.html. Es liegt direkt am Meer und zum
Morgenanflug auf der Runway 06 ist es ein 20minütiger Spaziergang zum Wachwerden. Wenn es funktioniert, gibt es auch einen
Flughafenshuttle der einen abholt. Frühstück wird in der Zeit von 07.00 Uhr bis ca.11.00 Uhr angeboten. Von den Zeiten nicht direkt
für Spotter geeignet, es sei denn, man ist gleich um 07.00 Uhr im Restaurant und braucht nicht zu lange. Gutes Licht im Anflug gibt
es ab ca. 8.00 Uhr bis ca. 11.30 Uhr. Im Hochsommer ist schon früher Schluss. Dann hat man Zeit bis ca. 15.00 Uhr. Ab da ist das
Licht im FlyInn brauchbar, aber noch nicht perfekt. Dies wird es dann ab ca. 16.00 Uhr bis Sonnenuntergang. Hier kann man
Flugzeuge sowohl auf der 36L als auch auf der 36R, bzw. mit größerer Brennweite auf den dahinter liegenden parallel
verlaufenden Taxiways fotografieren. Vom Hotel aus ist es für 20 TL möglich, den Hotelshuttle mit deutschsprachigem Taxifahrer, 
wenn er im Hotel ist, zum FlyInn zu nutzen. Die Abholung durch ihn ist ebenfalls möglich.

 

Im Morgenanflug gibt es zwei Restaurants, eines oben am Hang gelegen und eines unten an der Uferpromenade. Beide Restaurants
öffnen um 09.00 Uhr. Wir waren zunächst an der Uferpromenade und wechselten dann ins obere Restaurant.

Nach ca. 2 Stunden kam dann die Security mit dem unvermeidlichen „No photos - forbidden“... So blieb uns am letzten Morgen

nur die Parkbank und die geschlossene Fototasche. Sogar damit war das Dasitzen und Schauen für einige Parkwächter ein

Grund, uns auf das „forbidden“ hinzuweisen. Bei jedem Flugzeug mussten wir uns zuerst umschauen ob jemand kommt, dann
Kamera raus, fotografieren und Kamera wieder einpacken. Zur Not muss man eine Aufnahme verzichten.

 

Auch im FlyInn war am ersten Tag kein problemloses Fotografieren möglich. Nach gut 2 Stunden stand auf einmal die Polizei

hinter uns. „Photos forbidden“… Unsere Personalien wurden aufgenommen und wir durften mit auf die Wache folgen. Da die

türkische Polizei kein Englisch kann und wir kein Türkisch, war guter Rat teuer. Der gute Rat kam in Form eines jüngeren türkischen

Ingenieurs, der sehr gutes Englisch sprach. Er begleitete uns dann auch auf die Polizeistation zu der wir hingebracht wurden und

dolmetschte für uns. Es wurden keine Bilder angeschaut und wir mussten auch keine Aufnahmen löschen!  Dann nahm die türkische

Bürokratie ihren Lauf – vier Stunden lang: Protokoll und unsere Aussagen aufnehmen. Da zum Zeitpunkt unserer Anwesenheit auch

noch Ramadan war, kam noch eine Stunde Pause für das Essen mit dazu – für Polizei und Dolmetscher – wir durften warten. Danach

setzte sich ein jüngerer Polizist, der auch mit einem PC umgehen konnte, zu uns und so kam es doch noch zu einem Ende. Der
Grund für unser Außer-Gefecht-Setzen war , so wurde uns gesagt (wer´s glaubt …), dass der türkische Ministerpräsident mit

seinem Autokonvoi an der Straße entlang fahren sollte (wollte) und wir mit unseren Teleobjektiven den einheimischen Sicherheits-

kräften und Militärs  nicht geheuer waren. Unser türkischer Dolmetscher fuhr uns nach unserer Entlassung netterweise ins Hotel zurück.

 

Am nächsten Tag wieder im FlyInn, dieses Mal mit unserem hoteleigenen Taxifahrer, gingen wir zum Securitychief und Mallmanager. 
Dort hieß es dann, das Lavazzacafe sei Privatbereich. Wenn es von denen keine Einwände gäbe, könne man fotografieren. Also hin

und gefragt: "Sesam öffne dich", keine Probleme mehr, ab und zu einen Cappuccino  und/oder ein Wasser bestellt und alles war in

Butter. Auch gemütliche Korbsessel gab es und vor allen Dingen kein „forbidden“ mehr!

 

Da man bei Turkish Airlines schon 24 Std vor seinem Flug einchecken kann, wurde am Samstagmittag für unseren Rückflug gleich

das Gepäck aufgegeben und die Bordkarten in Empfang genommen. Also raus aus dem Terminal und hin zum nächsten Taxi. Die

Freude beim Taxifahrer war groß, als wir mit unseren Fotorucksäcken ankamen. Man sah die Eurozeichen in seinen Augen glitzern

für eine Fahrt nach Istanbul hinein. Noch größer war dann die Enttäuschung oder auch die Wut, als er unser Fahrziel, das FlyInn,

hörte. In „Schumimanier" brachte er uns an unsere gewünschte Adresse. Eine Fahrt vom Airport zum FlyInn kostet ca. 16 TL!

 

Fazit:  Bei uns erfolgte der Anflug vom Meer her auf die 06. Gestartet wurde von 36L und 36R, somit ideale Bedingungen! Trotz der

Bekanntschaft mit der Istanbuler Polizei war es schön. Ein interessanter Airport mit vielen neuen Motiven, zwar von Turkish Airlines

geprägt,aber nie langweilig. Ich denke, wir würden es wieder machen.

 

Gece saat Elveda........

 

 

Hier findet Ihr nun eine Übersicht über unsere Ausbeute:

 

Air Moldova  kommt einmal am Tag, am Samstag i.d.R mit Embraer.

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Belavia hier mit Boeing 733 – eingesetzt wird was jeweils gebraucht wird.

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Correndon 738 TJI und TJH fliegen für Iraqi Airways nach Bagdad und Masra.

 

 

Etihad kommt ebenfalls je nach Auslastung mit Groß- oder Kleingerät. Bei uns war es die Blaue A6–EYE.

 

Qatar war mit der A7-AID vor Ort.

 

Azerbaijan Airlines ist normalerweise mit 767 vor Ort, bei uns kam am Samstag die 757.

 

Air Astana war nur mit 320 vor Ort.


AeroSvit war mit der UR-DNJ vor Ort.

 

LOT ist täglich mit Embraer 190 bzw. Boeing 737 in allen Versionen vor Ort.

 

 

Egyptair war bis auf einmal den 320 immer nur mit 738 anwesend.

 

 

OA kommt am Vormittag mit 320, während A3 am Nachmittag vor Ort ist.

 


Der Onur Airbus A320 TC-SGN ist von Saga Airlines.

Die TC-OAH fliegt nun wieder für Onur Air.


OS kam ebenfalls täglich mit Boeing 738 oder auch Airbus A320.

 

Asiana kommt mit Boeing 777-200 so gegen 16.00 Uhr vier- oder fünfmal pro Woche, während KE abends

gegen 19.30 mit A330 ebenfalls vier- oder fünfmal pro Woche kommt. Neben MH und SQ jeweils mit 772 die

einzigen Asiaten.


 


RJ ist normalerweise mit je einem kurzen und einem langen Embraer vor Ort, am Samstag wurde der 190er

gegen den Airbus A330-200 getauscht.

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Sämtliche TK 333 fliegen in den neuen Farben, während die 332 noch in o/c herumfliegen.

Anscheinend gibt es nur o/s 737 – 700, in Gegensatz zu den 319, welche in beiden Varianten herumfliegen.

Natürlich konnten wir auch einige bunte Vögel erlegen:

 

Von den TK A310 Frachtern konnten  wir drei erlegen. Bei den Airbus A330F flog uns nur einer vor die Linse und

der hatte leider kein Licht.


 

Von MNG Cargo haben wir einen A300 erwischt.

 

Auch aus dem Iran kamen die Flugzeuge, nachdem IR leider erst nach Sunrise kam, war Mahan doch zumindest

am Morgen präsent.

 

Und auch die Araber fehlten nicht – täglich je einmal mit Airbus A330-300 und A320.

 

Libyan Airlines war mit der von Nouvelair geleasten TS-INN vor Ort, übrigens die ehemalige Condor D-AICB.

 

Von MEA konnten wir die OD-RWH ablichten.

 

Zum Abschluss noch zwei Bilder von der Rampe und vom Taxiway.

 

 

Fotos und Text: Albert, Ralf und Werner Web Gestaltung: Klaus